Wie sieht Ihr typischer Kunde aus?
Juni 11, 2008
Kategorie: Zielgruppe, Kommunikation |
Als Förderland-Leser sind Sie ja bereits im Bilde, dass Peter und Paul diesmal, nach dem Sie sich oberflächlich erste Eindrücke von ihrem neuen Unternehmen geschaffen haben sich jetzt um die Kunden kümmern sollten. Denn wer zahlt, darf auch bestimmen wo die Reise hingeht. Und da die Kunden, neben den Mitarbeitern das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind, müssen sich beide nun grundlegende Gedanken machen. Aber wie findet man seine Kunden? Lieber die Instant Lösung einer Typologie nehmen, oder sich selbst darüber den Kopf zerbrechen. Beides hat seine Vor- und Nachteile:
Da wären zum einen die sogenannten Typologien, darunter versteht man eine Festlegung von Gruppenzuordnungen,
die schon von Marktforschungsinstituten oder Expertenrunden konzipiert worden sind. Sie beschreiben die Bevölkerung (oder einen Großteil davon) sehr genau und anschaulich. Unter Fachleuten bekannt, lassen sie so eine schnelle Zuordnung des Klientels zu, ohne auf Details eingehen zu müssen. Beispielsweise bei der Aussage:” Meine Kunden befinden sich im Sinus Millieu unter den Hedonisten. Was soviel bedeutet wie: “Sie sind jung, konsumfreudig, emotional und spassorientiert in der modernen Unterschicht zu finden”.
Die bekanntesten Typologien sind:
- Sinus
- SIGMA
- Mindset (Lifestyle MTV)
- Erlebnismilieus (Milieumodell nach Gerhard Schulze)
Sie können Ihre zukünftigen Kunden, innerhalb der gängigen Clustern, nicht so richtig aufspüren? Nicht so tragisch, dann probieren Sie doch einfach auf eigene Faust Ihr persönliches Zielgruppenprofil zusammenzustellen.
Und wie stellen Sie das an? Sie beschreiben Ihren potenziellen Kunden nach den unten genannten Kriterien. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Zielgruppenvertreter logisch und greifbar sind. Merkwürdig und sehr rar gesät sind Definitionen wie: “Meine Zielgruppe ist männlich, 18-25 Jahre, verheiratet, verdient mehr als 100.00 EUR pro Jahr und ist Hausbesitzer”. Diese wässrige Beschreibung ist weder logisch noch greifbar und deshalb keineswegs realistisch.
Das sind die Einordnungskriterien für Ihre Zielgruppensegmentierung:
-Demographisch (Geschlecht Alter, Familienstand)
-Lebenszyklus (Berufsanfänger, junger Familienvater, Best Ager)
-Soziographisch (Bildung, Einkommen, Beruf)
-Preissensibilität (Markenkäufer, Smartshopper)
Bilden Sie aus den oben genannten Kriterien eine Gruppe und versuchen Sie im Geiste, sich darin Ihren Idealkunden vorzustellen. Die Hauptzielgruppe, also der Personenkreis in dem Sie das größte Marktpotenzial sehen, steht an vorderster Stelle. Nach der Devise: “Wer kann noch unser Kunde werden”, gewichten Sie noch ein oder zwei Nebenzielgruppen.
Somit haben Sie eine erste konkrete Vorstellung von Ihren zukünftigen Käufern. Um das Ganze noch ein wenig anschaulicher zu gestalten,
fassen wir unsere Ergebnisse in einem ausformuliertem Zielgruppenszenario zusammen. Hierin halten Sie z. B. fest, was Ihr fiktiver Kunde zum Frühstück isst, welchen Hobbies er nachgeht, in welchem Job er tätig ist, welchen Kleidungsstil er bevorzugt und welche Automarke er fährt.
Nach den oben genannten Methoden der Zielgruppensegmentierung können Sie einschätzen, ob Ihrem Mr. Right Ihr Angebot gefallen könnte. Also dann mal los und gutes Gelingen!
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